Warum Schuhgrößen nicht genormt sind – und warum das wichtig ist

Warum Schuhgrößen nicht genormt sind – und warum das wichtig ist

Viele Menschen glauben, sie hätten „eine feste Schuhgröße“. Zum Beispiel Größe 40. Oder sie denken ihr Kind hätte Schuhgröße 28.

In der Praxis sorgt genau das aber oft für Frust. Denn: Schuhgrößen sind nicht einheitlich genormt und können je nach Marke, Modell und Schnitt sehr unterschiedlich ausfallen.

Deshalb kommt es häufig vor, dass jemand bei einem Schuh Größe 39 trägt, beim nächsten Modell Größe 40 und bei einem dritten Paar sogar Größe 41.

Gerade bei Kindern führt das oft zu Verunsicherung. Eltern fragen sich:
„Welche Größe hat mein Kind denn jetzt wirklich?“

Die ehrliche Antwort lautet: Die Schuhgröße allein sagt nur sehr wenig aus.

Warum fallen Schuhgrößen unterschiedlich aus?

Der wichtigste Grund: Jede Marke arbeitet mit eigenen Leisten, Schnitten und Innenmaßen.

Der sogenannte „Leisten“ ist die Form, auf der ein Schuh hergestellt wird. Manche Schuhe sind vorne breiter, andere schmaler. Manche Modelle haben mehr Platz im Spann, andere weniger. Zusätzlich unterscheiden sich Schuhe oft bei der Innenlänge, der Breite, der Zehenform, dem Volumenund den verwendeten Materialien.

Deshalb kann eine Größe 40 bei einer Marke ganz anders ausfallen als bei einer anderen.

Warum die Zahl im Schuh oft wenig aussagt

Viele orientieren sich ausschließlich an der Größe, die im Schuh steht. Dabei ist viel wichtiger, wie der Schuh tatsächlich passt.

Denn entscheidend ist nicht die Zahl im Schuh, sondern:

  • ob der Fuß ausreichend Platz hat
  • ob die Zehen frei arbeiten können
  • ob die Breite zum Fuß passt
  • ob genügend Bewegungsfreiheit vorhanden ist

Gerade bei Barfußschuhen spielt die Passform eine besonders große Rolle. Füße sollen sich natürlich bewegen können und nicht durch einen zu engen Schuh eingeschränkt werden.

Warum das bei Kindern besonders wichtig ist

Kinderfüße wachsen schnell und verändern sich laufend. Gleichzeitig können Kinder meist noch nicht selbst beurteilen, ob ein Schuh wirklich passt. Viele Kinder tragen deshalb unbemerkt zu kleine Schuhe.

Das Problem dabei: Zu kleine oder zu enge Schuhe können die natürliche Bewegung und Entwicklung des Fußes einschränken.

Deshalb empfehlen wir, Kinderfüße regelmäßig zu messen und sich nicht ausschließlich auf eine bekannte Schuhgröße zu verlassen.

Was wir bei der Beratung beachten

In unserem Fachgeschäft schauen wir nicht zuerst auf die Schuhgröße, sondern auf den Fuß.

Dazu gehören unter anderem:

  • Fußlänge
  • Fußbreite
  • Zehenform
  • Bewegungsfreiheit
  • Passform des jeweiligen Modells

Denn jeder Fuß ist anders – und jeder Schuh ebenfalls.

Deshalb kann es völlig normal sein, dass eine Person bei unterschiedlichen Modellen unterschiedliche Größen benötigt.

Fazit: Passform ist wichtiger als die Schuhgröße

Schuhgrößen sind ein Richtwert – nicht mehr und nicht weniger.

Viel wichtiger ist, dass der Schuh wirklich zum Fuß passt und natürliche Bewegung zulässt.

Gerade deshalb lohnt es sich, Füße regelmäßig zu messen und Schuhe nicht nur nach der Zahl im Etikett auszuwählen.

Denn am Ende entscheidet nicht die Schuhgröße. Sondern der Fuß.

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Häufige Fragen zu Schuhgrößen

Warum habe ich bei verschiedenen Marken unterschiedliche Schuhgrößen?

Weil Schuhgrößen nicht einheitlich genormt sind. Jede Marke verwendet eigene Leisten und Innenmaße, wodurch Schuhe unterschiedlich ausfallen können.

Können Kinder unterschiedliche Schuhgrößen haben?

Ja. Häufig ist ein Fuß etwas größer als der andere. Deshalb sollten immer beide Füße gemessen werden.

Sollte man sich auf Größentabellen verlassen?

Größentabellen können eine gute Orientierung sein. Trotzdem ersetzen sie nicht das Messen der Füße und die Kontrolle der tatsächlichen Passform.